Stellungnahme zum Namen „Indianerberg“

Höre zu, oder deine Zunge wird dich taub machen.

indianische Weisheit; Quelle: Aphorismen.de

Der Begriff „Indianer“ liefert uns spätestens seit Januar 2016 mit dem Erscheinen eines Empfehlungsschreibens des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einigen Gesprächsstoff. https://situationsansatz.de/files/texte%20ista/fachstelle_kinderwelten/kiwe_pdf/KiDs/kids_fasching.pdf .

In vielen von uns erweckt der Name „Indianerberg“ Emotionen wie Abenteuerlust, Naturverbundenheit, Kreativität und nicht zuletzt ein Gefühl von Freiheit und Selbstverantwortung in der Natur. Letzteres soll nicht bedeuten, dass jeder tun und lassen kann was er in der Natur möchte. Vielmehr bezieht man sich durch den Namen „Indianer“ auch auf die Werte, die wir seit Kindheit an von den Indianern zu kennen glauben.

Ich möchte bei der Namenswahl am verbreiteten Gemeinschaftssinn festhalten, dass „Indianer“ in unseren letzten Generationen (ich selbst bin in den 80er-Jahren geboren) garantiert nicht negativ besetzt wurde, nicht ethnisch, nicht verachtend, nicht ausgrenzend. Im Gegenteil, ich bin davon überzeugt, dass der Großteil der westlichen Zivilisation eine stärkere Bereicherung unserer Kultur und Weltanschauung, durch kaum eine andere Gruppierung, wie die der „Indianer“, hätte erfahren können. Nicht zuletzt verfechte ich mit dieser Stellungnahme die Auffassung, dass es nicht zwingend besser oder richtiger ist, an verwurzelten Begriffen, die ohnehin bekanntermaßen aus einem Irrtum heraus vergeben wurden (Columbus schuf „indians“, weil er glaubte in Indien zu sein), herum zu schrauben, weil man einen Blickwinkel gefunden hat, welcher diskriminierende Eigenschaften erraten lässt. Auch wenn einige der Native Americans hier den Begriff verachten, liegt die Lösung eher in der Selbstdistanzierung zur Bezeichnung und zur westlichen Welt, als im Kampf zur Abschaffung des Begriffes. Wir wissen außerdem, dass es mehr als 5000 unterschiedlicher „Indianer“ mit unterschiedlichsten Erscheinungen und Kulturen, auf diesem Globus gibt. Ich bete, dass diese Gruppen nicht nur überleben, sondern die Welt weiter mit ihrem Dasein und ihrem Wissen bereichern.

Love the Native Americans, Africans, Australians and all the other „Indians“. No hiding of western civilization mistakes and guilt during the past centuries by simply switching the word „Indians“.

An dieser Stelle bekunde ich jeglichen Ureinwohnern, welche in Ihrem Leben durch die westliche Welt, wie Kolonialisten oder sonst wen, bereits Rassismus, Erniedrigung, Ausbeutung, Vertreibung oder gar Genozid Ihrer Angehörigen erfahren mussten, mein zutiefstes Mitgefühl.

Zur Herkunft der Trommel

Die Trommel zählt zu den ältesten „Instrumenten“ der Menschheit. Die Bezeichnung und das Wort „Instrument“ steht in Anführungszeichen, weil der Trommel in seinem Ursprung eine viel ältere Bedeutung als der des heute bekannten Musikinstruments innewohnt. Die Rede ist eher noch vom Werkzeug als Rhythmus-, Effekt-, oder Signalinstrument. Die ersten Tontrommeln und Trommeln allgemein beherbergten einen lebenserhaltenden oder zumindest dem Überleben dienenden Charakter.

Bereits 4 Jahrtausende vor Christus wurden erste Tontrommeln in Mitteleuropa hergestellt. Das belegen Ergebnisse der relativen Fundzusammensetzungen der modernen Wissenschaft bzw. Archäologie. Diese meist sanduhrförmigen Tontrommeln wurden mit Händen, Klöppeln oder Schlägeln gespielt. Trommler sind damals wie heute nicht nur in einer Berufsgruppe vertreten. Sie finden sich im Militär, in der Medizin (Schamanen), sowie in den unterschiedlichen Ständen der jeweiligen Gemeinschaftsformen.

So ist der Einsatz von Trommeln im alten Ägypten, im antiken China, in Tibet, in Nordasien, in Nordamerika sowie bei den Samen, Eskimos und den Mapuchen weitreichend nachgewiesen. Die Einsatzgebiete der Trommel reichen, wie angedeutet, von der Kriegsführung über Geistervertreibungen, Beschwörungen, Heilverfahren, Initiationsritualen bishin zu Kommunikations- und Mediations- als auch Meditationszwecken. Der Gebrauch der Trommel ist so vielfältig, wie die diversen Kulturen der damaligen Welt selbst.

So wurden zum Beispiel Schmähstrophen- und Lieder ein wichtiges Mittel der Streit- oder Kommunikationsführung unter Lebensgemeinschaften und ihren auserwählten Trommlern. Diese Schmähstrophen-Trommelei stellt gewissermaßen die Urform des Sprechgesanges mit musikalischer Untermauerung und der Konfliktbewältigung dar. Die Kunst lag dabei im eindrucksvollen Rhythmitisieren sprachlichen Geschicks aber auch Gewalt und Kraft. Diese Form des Trommel- und Stimmeinsatzes konnte Kriege verhindern aber auch anfeuern. Menschen bestehen aus Fleisch, Blut und Klang. Die Welt ist Klang. Das Kunstwerk menschlicher Körper macht uns Geister seit jeher aufnahmefähig für Schwingungen und Veränderungen des Klangs in unserer Umwelt. Einigen Wissenschaftlern nach zu urteilen, vermag der Verlust des Augenlichts, aber der Behalt des Gehörs eine intensivere und lebenserhaltendere Auswirkung auf uns zu haben, als der Verlust des Gehörs gegenüber dem Behalt des Augenlichtes. Ein Mensch ist mittels seinem Gehör demnach in der Lage die Welt zu fühlen und realer zu erleben und dadurch Ausdrucksformen zu erlernen, wohingegen das Augenlicht uns weniger Intensität der Umwelt vermittelt, sei es durch fehlende Wahrnehmung des Luftdrucks, der Ressonanz geschweige der Harmonie von Schwingungen und dem Gleichklang mit unserem Körper.

Der Sinn und Zweck der Trommel ist so vielfältig wie die Menschen und Völker selbst. Im Grunde stützt die Rhythmitisierung und adäquate Signalgebung die menschliche Physis, sowie die Aufmerksamkeit im Innen und im Außen und ist in der Lage verschiedene Energien in uns auf- und auszulösen. Der Einsatz der Trommel damals wie heute ist so vielfältig wie die Menschen selbst. Man kann nicht behaupten, dass die Beudeutung nachgelassen hat, wenn man bedenkt, dass die Entstehung moderner Musik- und Heilverfahren zu einem Großteil auf die durch Trommel- oder Schlagzeugnutzung entstehende Basisrhythmik angewiesen ist oder wesentlich von ihr profitiert. Noch tiefgreifender als das wirkt die Berücksichtigung sämtlicher Heilmethoden, welche auf die Energie- und Schwingungszentren unsres Körpers abzielen. Körperchakren, Energiepunkte (Akkupunktur), Energie-Kanäle bzw. Meridiane sind nur die Bekannten Größen darunter.

Wie die Entdeckung der Musik die Seele heilen kann…

Ich war etwa 15 Jahre alt als ich durch einen guten Freund in Berührung mit einer afrikanischen Doumbek gekommen bin. Dieses Instrument bestand aus Ton und war mit grünem Lack in einem Zick-Zack-Muster bemalt, sowie auf der Schlagseite mit einer Fischhaut bespannt. Wir übten erste Rhythmen zu einer unserer Lieblingsband – in diesem Fall war es Massive Attack. Die Tiefe dieser Musik zu entdecken und selbst ein Teil davon zu werden und immer tiefer darin einzutauchen, das war unser Ergeben im Streben nach Bewusstseinsveränderung.

Also übte ich von da an regelmäßig und immer wieder Anschlagtechniken auf unterschiedlichen Trommeltypen aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Sicherlich hatte ich zwischendurch immer wieder mehrere Monate bis hin zu einem Jahr Pausen von diesem bezaubernden Hobby. Transformierend und bezaubernd ist es allerdings immer geblieben und erst jetzt im Jahr 2019 hatte ich die Faxen dicke und gründete meine eigene Trommelgruppe.

Einige Jahre vorher ahnte ich zwar von einer heilenden Wirkung der Trommel-Rhythmen, aber ich hatte nicht den Mut, es soweit in mein Leben zu integrieren dass es ein wesentlicherer Bestandteil hätte werden können…. Damals!

Vorsicht: gute Laune ist ansteckend! Oder aber „good vibrations may merge elements“. Es steckt einfach so viel Wahrheit und Gutes in Trommelrhythmen und natürlich in Musik generell. Es hat neben der physischen Wirkung auf den Empfänger sehr viel mit der Kontemplation des Entsenders zu tun. Wann klingt die Musik echt? Und wann fühlt es sich echt an? Gibt es die gemeinsamen Schnittpunkte zwischen dem Sender und dem Empfänger? Entschuldigung, ich spreche noch immer vom Musiker und seinem Zuhörer. Auf welcher emotionalen Basis spielt sich das Kunststück ab? Kann der Zuhörer dem Musiker folgen und noch vor dem Verfolgen stellt sich die Frage, ob der Zuhörer gar bewusst in die Position des potenziellen Empfängers geraten, also empfangsbereit ist, mit möglichst vielen Sinnen? Einen in Eile hastenden Passanten mit einem ruhigen Trommelspiel ansprechen zu wollen kann zum Beispiel nur ein netter Versuch bleiben.

Wohingegen das passende Zusammenspiel zwischen dem Künstler und seinem Publikum (Sender und Empfänger) das Bühnenstück in ungeahnte Höhen treiben kann, da beide Seiten gewisse Regeln der Kommunikation befolgten, wenn auch unbeabsichtigt. Kommunikation findet immer statt. Auch wenn Stille herrscht wird kommuniziert. Gerade in Phasen der Ruhe können wichtige Signale übertragen werden. Die Spannung und der Spannungsbogen kann sich aber nur bei Vorhandensein beider Potenziale Ruhe und Kraft bzw. der Lautstärke erbauen. Man spricht hier auch von der Seele und Authentizität einer Kunst.

Ich glaube dass jeder Mensch seinen ganz eigenen Zugang und Leidensweg (Leidenschaft, Leidensfähigkeit zu schaffen) zur Musik und dadurch zu sich selbst finden kann. Dies zu entdecken und zu praktizieren zähle ich zu einem der größten Werte und Ziele im Leben überhaupt. Es wirkt reinigend, kathartisch und klärt den Geist. Leider geht es in deutschen Schulen zu wenig um den individuellen Zugang zur Musik, als viel mehr um die auferlegten Wissenshürden, aber das ist ein anderes Thema.

Die Merkmale des Indianerberges

Die Merkmale und Besonderheiten auf und um den Ahrensfelder Berg herum sind teils historisch bedingt, als auch soziokultureller Natur. Historisch lässt sich der Grundaufbau des Berges in der Ausstülpung durch die einstige Eiszeit und damit verbundenen Millionen an Eis- und Wassertonnen an Gewicht begründen, die über die Erde vom Norden her wanderten und in dieser Lage eine Endmoräne hinterließen. Spätere soziokulturelle als auch wirtschaftliche Einflüsse, wie die Entstehung von Wohnblocks, Straßenland und Erholungsparks brachten eine Vielzahl von Eingriffen in das Erdreich auf und um den Berg herum. (Bildquelle: Mapio.net)

  • Granitbrunnen am Parsteiner Ring 24

Der Granitbrunnen auf der Westseite des Ahrensfelder Berges. Er stellt Symbol und Erkennungsmerkmal des Berges sowie einen häufig aufgesuchten Treffpunkt der Kiezbewohner dar. Der Brunnen wird im Sommer ca. 1 x im Monat professionell gereinigt und befindet sich von Herbst bis April in Betriebspause. Die Pumpvorrichtung, sowie die Düsen befinden sich mittig unter Gittern und sind somit auch in den Pausenzeiten vor neugierigen Kinderfüßen geschützt. Leider ist der Granitbrunnen, so wie viele umliegenden Einrichtungen vor Vandalismusschäden wie Auflackieren durch Sprayer nicht gefeit. Schuss- und Schlagschäden kommen hier zwar nicht direkt vor, dafür findet man diese aber in unmittelbarer Umgebung, wie etwa am Schulhaus der benachbarten Wilhelm-Busch-Grundschule.

Nichtdestotrotz gehen die Zahlen der Delikte in den letzten Jahren weiter zurück. Initiativen im Bezirk, wie das Bemalen der Strom-Verteilerkästen, Stromhäuschen oder die Graffiti-Bemalungen am Schulhaus durch die sechsten Klassen der Grundschule und die Kreativagentur 0815-Industries an Schulhäusern helfen dieser Entwicklung, aber bleiben auch die jugend-gerechteren Bilder immernoch leicht reversible Kunstwerke, die von Taggern und Sprayern nicht selten übermalt werden.

Weitere Merkmale des Indianerberges sind definitiv eine abwechslungsreiche Beschaffenheit der Wege um und auf den Berg. Auf der nördlichen Seite des Berges findet man eine große Weide mit schottischen Hochlandrindern, deren Nutzen man in der städtischen Haltung sozusagen in der unkomplizierten Wiesenpflege einerseits und in der starken Akzeptanz durch Anwohner und der Wirkweise im Landschaftsbild erkennt. Marzahn setzt Zeichen in Sachen Naturverbundenheit und das ist bei Weitem nicht alles.

Schottische Hochlandrinder beim Abgrasen Ihrer großzügigen Weidefläche im April 2019 am nördlichen Fuße des Ahrensfelder Berges

 

Hello world! How come to mess up with all that…?

During years of working as a full time employé it took me about 6 years to realize that there is a huge amount of power waiting to being transformed. Parts of own dreams mixed with old historical human traditions of native people from different parts of the world and how we got to know and trying to explain them build out my phantasy of common consciousness! We urgently need to slow down to invest more of our precious time in communities and daily rituals of communication and self-realisation.