Zur Herkunft der Trommel

Die Trommel zählt zu den ältesten „Instrumenten“ der Menschheit. Die Bezeichnung und das Wort „Instrument“ steht in Anführungszeichen, weil der Trommel in seinem Ursprung eine viel ältere Bedeutung als der des heute bekannten Musikinstruments innewohnt. Die Rede ist eher noch vom Werkzeug als Rhythmus-, Effekt-, oder Signalinstrument. Die ersten Tontrommeln und Trommeln allgemein beherbergten einen lebenserhaltenden oder zumindest dem Überleben dienenden Charakter.

Bereits 4 Jahrtausende vor Christus wurden erste Tontrommeln in Mitteleuropa hergestellt. Das belegen Ergebnisse der relativen Fundzusammensetzungen der modernen Wissenschaft bzw. Archäologie. Diese meist sanduhrförmigen Tontrommeln wurden mit Händen, Klöppeln oder Schlägeln gespielt. Trommler sind damals wie heute nicht nur in einer Berufsgruppe vertreten. Sie finden sich im Militär, in der Medizin (Schamanen), sowie in den unterschiedlichen Ständen der jeweiligen Gemeinschaftsformen.

So ist der Einsatz von Trommeln im alten Ägypten, im antiken China, in Tibet, in Nordasien, in Nordamerika sowie bei den Samen, Eskimos und den Mapuchen weitreichend nachgewiesen. Die Einsatzgebiete der Trommel reichen, wie angedeutet, von der Kriegsführung über Geistervertreibungen, Beschwörungen, Heilverfahren, Initiationsritualen bishin zu Kommunikations- und Mediations- als auch Meditationszwecken. Der Gebrauch der Trommel ist so vielfältig, wie die diversen Kulturen der damaligen Welt selbst.

So wurden zum Beispiel Schmähstrophen- und Lieder ein wichtiges Mittel der Streit- oder Kommunikationsführung unter Lebensgemeinschaften und ihren auserwählten Trommlern. Diese Schmähstrophen-Trommelei stellt gewissermaßen die Urform des Sprechgesanges mit musikalischer Untermauerung und der Konfliktbewältigung dar. Die Kunst lag dabei im eindrucksvollen Rhythmitisieren sprachlichen Geschicks aber auch Gewalt und Kraft. Diese Form des Trommel- und Stimmeinsatzes konnte Kriege verhindern aber auch anfeuern. Menschen bestehen aus Fleisch, Blut und Klang. Die Welt ist Klang. Das Kunstwerk menschlicher Körper macht uns Geister seit jeher aufnahmefähig für Schwingungen und Veränderungen des Klangs in unserer Umwelt. Einigen Wissenschaftlern nach zu urteilen, vermag der Verlust des Augenlichts, aber der Behalt des Gehörs eine intensivere und lebenserhaltendere Auswirkung auf uns zu haben, als der Verlust des Gehörs gegenüber dem Behalt des Augenlichtes. Ein Mensch ist mittels seinem Gehör demnach in der Lage die Welt zu fühlen und realer zu erleben und dadurch Ausdrucksformen zu erlernen, wohingegen das Augenlicht uns weniger Intensität der Umwelt vermittelt, sei es durch fehlende Wahrnehmung des Luftdrucks, der Ressonanz geschweige der Harmonie von Schwingungen und dem Gleichklang mit unserem Körper.

Der Sinn und Zweck der Trommel ist so vielfältig wie die Menschen und Völker selbst. Im Grunde stützt die Rhythmitisierung und adäquate Signalgebung die menschliche Physis, sowie die Aufmerksamkeit im Innen und im Außen und ist in der Lage verschiedene Energien in uns auf- und auszulösen. Der Einsatz der Trommel damals wie heute ist so vielfältig wie die Menschen selbst. Man kann nicht behaupten, dass die Beudeutung nachgelassen hat, wenn man bedenkt, dass die Entstehung moderner Musik- und Heilverfahren zu einem Großteil auf die durch Trommel- oder Schlagzeugnutzung entstehende Basisrhythmik angewiesen ist oder wesentlich von ihr profitiert. Noch tiefgreifender als das wirkt die Berücksichtigung sämtlicher Heilmethoden, welche auf die Energie- und Schwingungszentren unsres Körpers abzielen. Körperchakren, Energiepunkte (Akkupunktur), Energie-Kanäle bzw. Meridiane sind nur die Bekannten Größen darunter.

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