Die Trommelgruppe Indianerberg

Es war eine besondere Zeit, als die Initiatoren der Trommelgruppe Indianerberg mit Ihrem Hobby in die Öffentlichkeit traten und mittels erster kleiner Aushänge im Supermarkt auf ihren Trommelkurs aufmerksam machten. „Urkrafttrommeln“ ist der gewählte Titel, da hierin nicht nur das erstgenannte Trommelthema liegt. Vielmehr liegt der Wert auf der Urkraft, die Ursprünglichkeit und die Entstehung dieser Betätigung.

Bewiesenermaßen haben Menschen in Mitteleuropa bereits im 4. Jahrtausend vor Christus auf Tontrommeln „musiziert“ oder als Rhythmus- Effekt- oder Signalinstrumente in ihrem Alltag verwendet. Zu weiteren Informationen zur Herkunft der Trommel gelangst Du hier.

So haben wir intuitiv alte Muster unsrer Jugend wieder entdeckt und das einstige Gefühl von Lebensträumen und Freiheit ein Stück für uns konserviert. Wichtigster Gedanke dabei: Menschen kommen und gehen wie die Lemminge. Einzig was bleibt ist der Charakter.

Unkonzentriertheit und Quellen der Ablenkung wo das Auge hinsieht. Unseren Kindern wird frohen Mutes ein Spielzeug nach dem anderen gekauft, während wir im Gedanken auf der Jagd nach dem nächsten Essensschnäppchen sind. Unsere Körper und die unserer Kinder brennen aus, weil wir trainiert auf der Jagd nach kurzweiligen Vergnügen unsre Energie verbraten und die energiespendenden Zeiten der Wertschätzung, weder für uns oder unsere Kinder, noch für unsere Umwelt, nicht ansatzweise genießen geschweige er-leben. Dabei sind es die wichtigen Momente von Ruhe, Resilienz und Selbstwerdung.

Gerade die jetztige Zeit der Schnelllebigkeit, der wirtschaftlichen Beschleunigung und des Massenkonsums zehren an unseren Kräften. Egal ob große Leute, kleine oder muskulöse Leute. Alle sind affektiert. Was am Ende bleibt sind geschädigte Nerven und geschwächten Körper. Wir wollen uns in die Lage versetzen, selbst unsre Kraftzonen zu kreieren. Hobbies und Leidenschaften finden die unseren Geist wecken, uns inspirieren und unseren Körpern einen Ausgleich zum Alltag geben. Auf solchen Freizeitinseln kann der Mensch sein, wie er sein möchte und seinen Geist entfalten.

Wenn wir Erwachsenen das zu selten tun, werden wir erstens krank und zweitens beeinträchtigen wir auch die Entwicklung unserer Kinder. Gerade die Beziehung zu den Kindern ist oft ein Spiegel unserer Selbst, der Wahrheit spricht: „Haben wir gerade angespannt über unseren Nachbarn gewettert oder haben wir unser Kind in den Arm genommen und es ausgiebig über seinen Schultag sprechen lassen?“ In solchen Momenten bauen wir unser Kind unbewusst auf, bestätigen dessen Gefühle oder geben vertrauensvoll Tipps zum einfacheren Umgang mit Problemen. Auch hier kann viel Urkraft entstehen. Manche sprechen auch von der Verbindung zum Urvertrauen im Menschen.

Die Urkraft entfaltet seine größte Energie aus unserer Körpermitte heraus und zeigt sich dann am besten, wenn wir Phasen der Ruhe und inneren Einkehr erlebt haben. Zumindest ist das die Kraft, mit der wir verstärkt arbeiten wollen. Zorn, Wut oder Tobsucht zählen natürlich auch zu den urtümlichen und lebenserhaltenden Kräften, aber wir versuchen in der zeitlichen Entstehung bereits vor diesen oft unkontrollierbaren Kräften in der Bewusstwerdung anzusetzen.

Kann das Wissen über Urkraft und Liebesbedürfnis in die Kindererziehung einfließen? Wir finden, dass es das sehr wohl kann. Nicht zuletzt sind Geschichten über alte Brauchtümer, Rituale sowie über Omas Hausmittel ebenso nicht grundlos stolz überlieferte Weisheiten. Abbruch erfahren die alten Disziplinen nur durch den starken Konsum. Dienstleistungen, Waren und Güter haben wecken den ersten Eindruck im Menschen wir könnten den inneren Dialog nach außen abgeben und somit auch die Verantwortung über unser Leben.

Durch das Abgeben von Verantwortung über unser Handeln, verlieren wir bewusste Zeit für uns selbst während wir Anleitungen und Richtlinien Dritter studieren, anstatt die Gebrauchsanleitung aus unsrer eigenen Ersten Hand. Es gilt unser eigenes, seit unserem ersten Atemzug gleiches, wenn auch komplexes inneres Wesen zu verstehen und wie wir den Fokus auf uns wieder aufnehmen, wie zu jener Zeit, bevor wir die Benutzung ureigener Instrumente, wie Körper, Rhythmus, Autosuggestion und Selbstvertrauen verloren haben.

Lasst uns nicht streiten, sondern mit viel Selbstwahrnehmung und Ehrlichkeit auch unserem Kind Ruhe und Einkehr in unseren Tempel gewähren. Dass das Kind dabei ein paar Regeln zu befolgen hat, ist nur logisch. Diese stehen geschrieben auf den Säulen unserer Selbstachtung! Das Kind wird mich genauso achten, wie ich mich selbst achte.

Ein amerikanischer Motivator beschreibt es so: „Lass Dein Kind niemals Dinge tun, für welche Du es auch nur einen Moment lang, nicht leiden könntest.“ Es gibt genug Eingeständnisse z.B. während das Kind seinen Schultag im entfernten Stadtteil verbringt, und wir Eltern uns ohne Einflussmöglichkeit schlecht fühlen, wenn wir erfahren, dass es dort seinen ersten Energy-Drink mit gerade mal 11 Jahren gekauft hat. Also, bleib wenigstens bei den so wichtigen eigenen Prinzipien, den liebenvollen Umgang miteinander, Respekt und all die kleinen Abläufe und Lebens- und Erfolgsprinzipien, die Dich selbst glücklich machen, auch wenn das eher fade klingt.

Es gibt auch bei einem noch so ungestümen, desorganisierten und wildem Lebewesen wiederkehrende Abläufe, die sich beschreiben lassen und welche dem Individuum das Gefühl von Geborgenheit, Glück oder Zufriedenheit verschaffen. Wenn man so möchte, schließt der Begriff Lebewesen hier auch „niedere“ Lebensformen, als den Menschen mit ein. Ob es hier dieselben körpereigenen Hormone für Glück oder Stress gibt, sei dahingestellt.