Bienenzucht und Bienenbeuten am Ahrensfelder Berg

am 20.02.2019 um 09:30 Uhr besuchte uns eine Mitarbeiterin des Grünflächenamtes Marzahn-Hellersdorf, um uns eine ausdrückliche Absage bezüglich eines Stellplatzes für eine 0,5 Quadratmeter Bienenbeute an einem gut versteckten Platz am Berg, zu erteilen. Ganz recht – diese Zeilen deuten auf Frustration unsererseits.

Zur selben Gelegenheit weist uns die Dame auf die Nutzungsmöglichkeit des Bienenlehrpfades und dem angeschlossenen Praxisraum mit Honigschleuder, nahe der Straßenbahnhaltestelle Jenaer Straße hin. Für die Bewirtschaftung von Erdreich wird uns das offene Gartenprojekt in Biesdorf ans Herz gelegt. Diesen Hinweis kann ich gut nachvollziehen, da auch wir nicht x-beliebige Gärtner irgendwelche Kleingartenprojekte vor unserer Haustüre umsetzen sehen wollen würden.

Allerdings steht die Ablehnung der erstgenannten Vertiefung der Bienenkunde unserer Kinder, umgesetzt durch mehrere junge Familien hier am Ahrensfelder Berg, in Form einer einzigen Bienenbeute (und nicht einmal damit verbunden ist die Honiggewinnung) in starkem Kontrast mit der Genehmigung diverser Veranstaltungsvorhaben auf dem Ahrensfelder Berg. Zu nennen wäre hier beispielsweise die kommende Veranstaltung 114 über Marzahn im September 2019 durch den Verein 3000 e.V. Selbiger Verein stand bereits kurz davor die reichhaltige Natur hier am Berg durch hollywood-ähnliche Riesen-Buchstaben, sichtbar aus bis zu 30 Kilometern Entfernung, mit tiefen Betonfundamenten aufzustellen.

Ein näherer Austausch mit dem Verein 3000 e.V. und einer Foto-Künstlerin am 28.03.2019 in der Wilhelm-Busch-Grundschule am Fuße des Berges, sollte unser erstes und einziges Kennenlernen bleiben – vermutlich aufgrund verschiedener Interessen. Unser Hinweis, dass das Risiko von Verletzungen von Mensch und Natur, durch die künstliche Verdichtung der Besucheranzahl der Veranstaltung nämlich an nur ein bis zwei Tagen unnötig gesteigert wird, sowie unser Vorschlag, dass die Veranstaltung auf bis zu 6 oder 7 Tage ausgedehnt und mittels einer digitalen Moderation via Smartphone unabhängig von Präsenszeiten für Künstler gestaltet werden könnte, führte bislang zu null Resonanz. Die vorhandenen Gelder seien weitestgehend verplant und die Programmpunkte für die Veranstaltung festgelegt. Unsere Lösung kostet für einen gemeinnützigen Verein nur ca. 300 Euro und ermöglicht eine weitaus breitere thematische Vielfalt unter Einbezug geschichtlicher und soziokultureller Aspekte rund um das Thema Ahrensfelder Berg. Vor allem aber würde die Anreisedichte des Publikums entzerrt und auf mehrere Tage verteilt, was, um ehrlich zu sein, den wesentlich nachhaltigeren Faktor im Anbetracht der schwachen und gefährlichen Infrastruktur- Naturgrenze am Ahrensfelder Berg, beschreibt. Ein unmittelbarer Regen auch nur einen Tag vor der Veranstaltung ließe im wahrsten Sinne alles den Bach runtergehen. Der Schaden an Flora und Fauna nicht einberechnet.

Deshalb erwägen wir in dieser Hinsicht weitere Schritte im Sinne unserer naturbewussten und nachhaltigen Philosophie und im selben Zuge die Vorbereitung einiger Gegenaktionen der einseitig sowie auszehrenden Vorhaben, genehmigt durch das Grünflächenamt.

Wenn es dann irgendwann so weit ist, dass wir Bienen auf dem Ahrensfelder Berg halten dürfen, entscheiden wir uns für die Mellifera Einraumbeute https://www.mellifera.de/einraumbeute, da wir hier signifikante Vorteile bei der Handhabung durch Kinderhände sehen. Ebenso halten wir engen Kontakt zum Imkerverein Wuhletal 1864 e.V. und Herrn Uwe Meyer. Eine Mitgliedschaft in diesem Verein ermöglicht uns enorme Vorteile und Sicherheiten bei der Bienenhaltung- und Wissenschaft.

Hier haben wir gelernt die Drohnen aus einem Volk sicher ausfindig zu machen, um sie sodann mit einer frei wählbaren Farbe sichtbar am Rücken zu markieren.  Dieses Verfahren wird sonst für die Markierung der Bienenkönigin angewandt, um Sie bei Entstehung von Schwarmlust, das heißt die Bienen könnten mit einer Königin ausreißen, noch rechtzeitig zurückzuhalten oder auch, um manuell ein neues Volk aufzuziehen, indem man die Königin in ein bestehendes Volk „einweiselt“. 

Insekten sind ein Grundstein des Lebens.